Oral programme

E

Wenn das Pariser Ziel einer Beschränkung der Erwärmung auf 1.5 Grad, höchstens aber 2 Grad erreicht werden soll, dann müssen die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen bis 2050 auf null gehen und dann durch negative Emissionen ersetzt werden, so das IPCC. Allein durch Goodwill und Konsumverzicht wird dies kaum gelingen; die Erfolgschancen werden wesentlich verbessert, wenn wirtschaftlich attraktive und klimaneutrale Technologien verfügbar werden. Im Programm sind eingeladene Vorträge aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu dieser Perspektive vorgesehen. Daneben werden einschlägige Poster von Tagungsteilnehmern erbeten.

Convener: Hans von Storch
Oral programme
| Wed, 17 Mar, 14:00–17:00 (CET)
Poster programme
| Attendance Wed, 17 Mar, 12:00–13:00 (CET)

Wednesday, 17 March 2021 | Virtual meeting room

Chairperson: Hans von Storch
14:00–14:05
14:05–14:25 |
DKT-12-50
| geladener vortrag
Hermann-Josef Wagner

Der Vortrag beschreibt -ausgehend von der aktuellen weltweiten und deutschen Energieversorgung - die Möglichkeiten, Schwierigkeiten und eventuellen Grenzen CO2 – Emissionen zu senken und eine Klimaneutralität zu erreichen.

Dabei steht die deutsche Situation im Vordergrund. Es wird aber auch auf ausgewählte andere Länder eingegangen.

How to cite: Wagner, H.-J.: Energieversorgung ohne CO2 –Emissionen?, 12. Deutsche Klimatagung, online, 15–18 Mar 2021, DKT-12-50, https://doi.org/10.5194/dkt-12-50, 2020.

14:25–14:45 |
DKT-12-52
| geladener vortrag
Jürgen Hogeforster

Struktur und Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in 11 Ostseeländern; bestehende Engpässe sowie Wachstumsfelder Energie, Klima- und Umweltschutz; Realisierung von Ökonomie durch Ökologie und nachhaltiges Wirtschaften der KMU; Beispiele für Leistungen und realisierte Projekte im Klima- und Umweltschutz: Cradle to Cradle, Corporate Social Responsibility, Skills Alliance Energy saving and sustainable Construction, Energy Service Manager in SMEs, Management and Technologies of Water, Wastewater, Waste and Circular Economy, Entwicklung und Export angepasster Energie- und Umwelttechnologien in Schwellen- und Entwicklungsländern; Ausblick auf künftige Beiträge im Klima- und Umweltschutz.

How to cite: Hogeforster, J.: Aufbruch in die Zukunft: Klima- und Umweltschutz des Mittelstands rund um das Mare Balticum, 12. Deutsche Klimatagung, online, 15–18 Mar 2021, DKT-12-52, https://doi.org/10.5194/dkt-12-52, 2020.

14:45–15:05 |
DKT-12-69
| geladener vortrag
Henrik von Storch

 Deutsche Post DHL Group is the world’s leading logistic company. The Group connects people and markets and is an enabler of global trade. It aspires to be the first choice for customers, employees and investors worldwide. To this end, Deutsche Post DHL Group is focusing on growth in its profitable core logistics businesses and accelerating the digital transformation in all business divisions. The Group contributes to the world through sustainable business practices, corporate citizenship and environmental activities. By the year 2050, Deutsche Post DHL Group aims to achieve zero emissions logistics. Deutsche Post DHL Group is home to two strong brands: DHL offers a comprehensive range of parcel and international express service, freight transport, and supply chain management services, as well as e-commerce logistics solutions. Deutsche Post is Europe’s leading postal and parcel service provider. Deutsche Post DHL Group employs approximately 550,000 people in over 220 countries and territories worldwide. The Group generated revenues of more than 63 billion Euros in 2019.   Deutsche Post DHL Group’s greenhouse gas footprint was 28.95 million tonnes CO2e in 2019. We acknowledge our responsibility to tackle climate change and have committed to net-zero emissions by 2050 in 2017. We do not only rely on the further development of technologies to reduce our carbon footprint but also on collaboration with our customers and transport partners to achieve the aspired emission reduction. Less knowingly, companies like Deutsche Post DHL group need suitable and reasonable standards for carbon accounting to allocate emissions reduction to the party funding them. Based on the rationale that emissions reduction is not always possible or reasonable where the funds are located but at another location, the concept of carbon offsetting was invented based on the rules set out by the Kyoto Protocol. Carbon offsetting has never been acknowledged in international carbon accounting standards such as the greenhouse gas protocol. The rationale behind this is the target to drive emissions reduction in each and every emitting sector. This is why we call for a new approach to enable faster emissions reduction called insetting. With this approach, emissions reduction become tradable within the sector and independent of local availability of carbon reducing technologies, each and every emitter can contribute to reducing emissions in their sector.

How to cite: von Storch, H.: Mission 2050 - Deutsche Post DHL's path to carbon neutral logistics, 12. Deutsche Klimatagung, online, 15–18 Mar 2021, DKT-12-69, https://doi.org/10.5194/dkt-12-69, 2020.

15:05–15:25 |
DKT-12-70
| geladener vortrag
Andreas Löschel

Um das sehr weitreichende Ziel der Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts zu erreichen, braucht es einen geeigneten regulatorischen Rahmen. Der Vortrag skizziert die Herausforderungen und schlägt einen Instrumentenmix aus ökonomischer Sicht vor, der insbesondere Innovationen in den Blick nimmt. Ausgangspunkt ist dabei die Frage, wann es staatlicher Eingriffe überhaupt bedarf, weil der Markt zu Ineffizienzen führt. Im Übergang zur Klimaneutralität richtet sich das Augenmerk auf die weiteren Elektrifizierung der Energienachfragesektoren, die Entwicklung eines Marktes für Wasserstoff und synthetische Energieträger, die Nutzung der Bioenergie und die Abscheidung, Speicherung und Nutzung von Kohlenstoff (CCSU). Ein großer Teil dieser Technologien befindet sich heute in einem frühen Entwicklungsstadium - als Prototypen, in der Demonstrationsphase oder in der frühen Markteinführung. Investitionen in Forschung und Entwicklung für den Klimaschutz kommen aber nicht nur den Investoren zugute, sondern auch den Mitbewerbern ohne dass die Investoren ausreichend kompensiert wird. Die Förderung von Forschung, Entwicklung und Demonstration unterstützt die Entwicklung von Technologien vor der Marktreife und adressiert den beschriebenen positiven externen Effekt. Neue Technologien benötigen aber auch die Entwicklung und den Ausbau einer geeigneten Infrastruktur. Die Förderung des Infrastrukturausbaus kann wiederum durch Netzwerkexternalitäten ökonomisch begründet sein. Schließlich erfordert Klimaneutralität die Minderung von Emissionen aus bestehenden Technologien und Markthochlauf und Innovationen bei weiter fortgeschrittenen marktlichen Alternativen. Hierbei spielt die umfassende CO2-Bepreisung eine entscheidende Rolle. In der aktuellen Diskussion in Deutschland und Europa wird deutlich, dass Überlegungen zu einem sinnvollen Instrumentenmix zunehmend in den Hintergrund treten. Dies gefährdet letztlich die Akzeptanz der Klimapolitik.

How to cite: Löschel, A.: Ein ökonomischer Blick auf Innovation und Klimaschutz, 12. Deutsche Klimatagung, online, 15–18 Mar 2021, DKT-12-70, https://doi.org/10.5194/dkt-12-70, 2020.

Pause
Chairperson: Hans von Storch
16:00–17:00